EMF ist nicht gleich EMF. In den meisten Wohnungen und an den meisten Arbeitsplätzen können elektromagnetische Felder von Funktechnik, elektrischer Spannung und elektrischem Stromfluss ausgehen. Jede Art verhält sich anders – die richtige Mess- und Abschirmmethode hängt daher von der Feldart und der Situation ab.
RF, Electric & Magnetic Fields Explained | UK Guide
HF-Felder
Meist verbunden mit Funkquellen wie WLAN, Handys, Bluetooth, Smart Metern und nahen Sendemasten.
Elektrische Felder
Entstehen durch Spannung an Leitungen, Steckdosen, Verlängerungskabeln, Ladegeräten und eingeschalteten Geräten.
Magnetische Felder
Entstehen durch Stromfluss in Haushaltsgeräten, Kabeln, Sicherungskästen und Transformatoren.
HF-Felder
HF steht für Hochfrequenz. HF-Felder entstehen vor allem durch drahtlose Kommunikationsquellen wie WLAN-Router, Handys, Bluetooth-Geräte, Smart Meter, Babyphones und nahe Sendemasten.
HF-Messwerte können je nach Signalaktivität, Datennutzung, Position und Abstand zur Quelle schnell steigen und fallen. Die meisten HF-Messgeräte für zu Hause zeigen Feldstärke, Spitzenwerte oder wechselnde Aktivität an, keine Wellenform wie im Labor.
Erster Schritt: Messen Sie die HF-Werte in der Nähe der wahrscheinlichen Quelle und wählen Sie dann die HF-Abschirmung passend zur Quelle, zur Raumaufteilung und zu den Orten, an denen Sie die meiste Zeit verbringen.
Magnetische Felder
Magnetische Felder entstehen durch elektrischen Stromfluss. Sie sind besonders relevant in der Nähe von Sicherungskästen, stromführenden Kabeln, Transformatoren, Motoren, Haushaltsgeräten unter Last, Stromleitungen und naher Strominfrastruktur.
Anders als bei HF geht es bei Magnetfeldern meist nicht um Funkaktivität. Sie hängen oft enger mit Stromfluss, Last und Richtung der Quelle zusammen. Deshalb unterscheidet sich magnetische Abschirmung von normaler HF-Abschirmung.
Erster Schritt: Messen Sie entlang des vermuteten Quellverlaufs und prüfen Sie dann, ob spezielles magnetisches Abschirmmaterial sinnvoll ist.
Elektrische Felder
Elektrische Felder entstehen durch Spannung. Sie können rund um Steckdosen, Hausinstallation, Verlängerungskabel, Kabel am Bett, eingeschaltete Lampen, Ladegeräte und Elektronik am Schreibtisch auftreten.
Elektrische Felder können auch um spannungsführende Leitungen und Kabel vorhanden sein, wenn ein Gerät kaum arbeitet. Abstand, das Ausschalten ungenutzter Geräte, die Kabelführung und gegebenenfalls eine Erdung können das Ergebnis beeinflussen.
Erster Schritt: Prüfen Sie zuerst die wahrscheinlichen Leitungs- und Kabelbereiche und wählen Sie dann geeignete Reduzierungsmaßnahmen, wo sinnvoll und sicher.
So finden Sie die richtige Richtung
| Feldart | Häufige Quellen | Erster Schritt | Produktrichtung |
|---|---|---|---|
| HF | Oft schwankend und signalabhängig. Die Werte können sich mit Datennutzung, Geräteaktivität und Abstand ändern. | HF-Werte bei normaler Gerätenutzung messen | HF-Messgerät und HF-Abschirmprodukte |
| Elektrisch | Steckdosen, Leitungen, Verlängerungskabel, Ladegeräte, spannungsführende Kabel | Spannungsbedingte Feldwerte in der Nähe wahrscheinlicher Leitungsbereiche prüfen | Elektrofeld-Messgerät und geerdete Abschirmung, wo sinnvoll |
| Magnetisch | Sicherungskästen, Transformatoren, Haushaltsgeräte, stromführende Kabel | Entlang des vermuteten Quellverlaufs und unter normaler Last messen | Magnetfeld-Messgerät und spezielles magnetisches Abschirmmaterial |
Wichtiger Hinweis
Die meisten EMF-Messgeräte für zu Hause zeigen keine eigene Wellenform für jede Feldart. Stattdessen zeigen sie je nach Gerät meist Feldstärke, Spitzenwerte, Mittelwerte oder wechselnde Aktivität an. Deshalb ist die richtige Wahl des Messgeräts wichtig. Ein Messwert ist am nützlichsten, wenn er am richtigen Ort gemessen, von derselben Position aus verglichen und zusammen mit der Art der Quelle betrachtet wird.